Wie wählt man die Radbefestigungen für sein MTB?

Wie wählt man die Radbefestigungen für sein MTB?

Das auf den ersten Blick recht unscheinbare Teil – die Radbefestigung oder Radklemme – sorgt für den sicheren Halt Ihrer Laufräder. Daher muss sie fehlerfrei ausgewählt werden, da Sie sonst Ihr Rad nicht montieren können.

Die Standards

  • Die Abmessungen der Vorderradachse: 9x100 mm, 15x100 mm, 15x110 mm Boost, 15x110 Predective Steering, 20x110 mm oder Lefty (nur für Cannondale-Gabeln gleichen Namens).
  • Die Abmessungen der Hinterradachse: 9x135 mm, 12x135 mm, 12x142 mm, 12x148 mm oder 12x150 mm.
  • Die Montagetypen: Schnellspanner (QR) oder Steckachse.

Die Typen der Radbefestigung

Typ "Schnellspanner": Allgemein als 9 mm oder QR (für Quick Release, englisch) bezeichnet, hat diese Befestigung die Besonderheit, am Rad montiert zu bleiben, auch wenn dieses nicht mehr am Fahrrad befestigt ist. Der Stab des Schnellspanners selbst hat einen standardisierten Durchmesser von 4 bis 5 mm.
Hinweis: Bei der Hinterradachse beträgt er jedoch 10 mm, obwohl er als 9 mm bezeichnet wird.

Einfach, leicht und schnell zu montieren, wie der Name schon sagt – diese Art von Befestigung ist aufgrund ihrer mangelnden Steifigkeit und Robustheit für den Freizeitgebrauch vorbehalten.

Typ "Steckachse" : Dieses Element, das als Achse für das Rad dient, wird direkt in den Rahmen oder die Gabel eingeschraubt. Es wird daher beim Abnehmen des Rades vom Fahrrad vom Rad getrennt.

Es gibt verschiedene Durchmesser: 15 oder 20 mm für die Vorderradachse und 12 mm für die Hinterradachse. Was die Länge betrifft, wird diese zwischen den Ausfallenden der Gabel oder des Rahmens gemessen. Vorne ist der gebräuchlichste Standard 15x100 mm und 20x110 mm für anspruchsvollere Einsatzbereiche. Hinten kann sie 135, 142 oder 150 mm betragen und es gibt mehrere Formate: den Typ "X-12", erkennbar an einem Gewinde mit einer Steigung von 1,0 mm (sehr fein). Den Typ "Maxle", erkennbar an einem Gewinde mit einer Steigung von 1,75 mm (relativ grob). Und schließlich den Typ "E-Thru", mit einem Gewinde mit einer Steigung von 1,5 mm. Achtung: Einige Rahmenhersteller entwickeln ihren eigenen Achsenstandard, der daher nicht mit diesen drei klassischen Typen kompatibel ist.

Neben dieser Vielzahl von Standards haben die neuen MTB-Rahmengeometrien und der Einsatz immer breiterer Reifen die Hersteller dazu veranlasst, neue Standards zu entwickeln. So benötigen einige Fahrradmodelle um einige Millimeter verlängerte Achsen, sogenannte "Boost"-Achsen. Außerdem benötigen bestimmte Gabeln besondere Achsen, wie beispielsweise die Lefty und Lefty Supermax von Cannondale oder die RS-1 von RockShox.
Schließlich gibt es auch eine 9-mm-Steckachse, die sogenannte "Thru Bolt", die speziell für einige DT SWISS-Laufräder vorgesehen ist.

Die immer häufiger anzutreffenden Steckachsen bieten eine deutlich bessere Steifigkeit, insbesondere in der Torsion, und eine außergewöhnliche Robustheit.

Welche Radbefestigung wählen?

Die Wahl zwischen einer Schnellspannachse oder einer Steckachse sowie deren Abmessung können durch Ihr Rahmen- und/oder Gabelmodell vorgegeben sein. Daher sollte zunächst das mit Ihren Komponenten kompatible Montagesystem sorgfältig überprüft werden. Auch wenn es Adapter gibt, die es in den meisten Fällen ermöglichen, eine andere Achslänge als die bisherige zu wählen.

    MTB - Vorderachsen