Unverzichtbar für jede Radsportdisziplin und jedes Leistungsniveau – der Fahrradhelm hat das Ziel, seinem Träger maximale Sicherheit und Komfort zu bieten. Haben die Hersteller lange Zeit der Stabilität Priorität eingeräumt, um alle Arten von Brüchen zu vermeiden, konzentrieren sie sich nun auf den Schutz des lebenswichtigen Organs – des Gehirns. Die Hersteller haben daher angepasste und ausgefeilte Technologien entwickelt, die auf umfangreichen Fallstudien und Crash-Test-Simulationen basieren und die Risiken je nach Aufprallstärke und -richtung bewerten. So sind zahlreiche Systeme entstanden, um ein immer höheres Schutzniveau zu bieten.
Fox Fluid
Stets auf der Suche nach Produktverbesserungen hat die amerikanische Marke FOX ihr eigenes Schutzsystem für Helme gegen Schäden durch rotationelle und lineare Stöße entwickelt. Als Fluid bezeichnet – in Anlehnung an die Zerebrospinalflüssigkeit – übernimmt es die gleichen Eigenschaften wie die Flüssigkeit, die Ihr Gehirn schützt. In Form von Pads, die an strategischen Stellen im Inneren des Helms befestigt werden, ermöglicht die Fluid-Technologie, den Kopf des Fahrers bei einem Sturz zu begleiten. Bei einem Aufprall komprimieren sich die Pads und die Flüssigkeit dissipiert im Inneren. Auf diese Weise werden die Kräfte linearer und rotationaler Aufpralle reduziert.
Der umfassendste Ansatz
zwischen Sicherheit und Leistung
FLUID INSIDE
Das zuverlässigste Schutzsystem. Eine Reihe von Kapseln, die ein niedrigviskoses und inkompressibles Öl sowie einen Aufprallschaum enthalten, schützen das Gehirn, indem sie die bei einem Aufprall entstehenden linearen und rotationalen Kräfte reduzieren.
MAGNETIC VISOR RELEASE SYSTEM 2.0
Zweite Generation des MVRS. Der magnetisch befestigte Visier löst sich bei einem Aufprall, um die externen Rotationskräfte bei einem Sturz zu minimieren.
Multi-composite Technology
Leichtes und exklusives Design. Schale aus einer Mischung aus Carbon und FRP-Harzen gefertigt – extrem steif und ultraleicht.
CAGE
Einteilig eingespritzte Kinnschützer, konzipiert für eine bessere Aufnahme der Kräfte bei einem Aufprall und zur Optimierung der Atmung des Fahrers
X-Static Liner
Abnehmbares, antimikrobielles und geruchs- sowie schweißhemmendes Innenfutter. Maschinenwaschbar – das X-Static®-Innenfutter verhindert das Wachstum von Bakterien und beseitigt Gerüche
Superior Injected Mesh
Eingespritzte und geschützte Lüftungsgitter für maximale Belüftung und Luftzirkulation, während gleichzeitig Schutz vor Schmutz geboten wird
VARIZORB EPS
EPS mit doppelter Dichte und konischer Struktur, bietet einen besseren Schutz, indem die Aufprallkräfte auf eine größere Fläche verteilt werden
4 SCHALENGROSSEN
4 Schalengrößen für eine ideale Passform und optimalen Komfort
Ultra-Ventilated Design
Überlegene Belüftung, 11 Lufteinlässe und 4 Abzüge für maximalen Luftstrom
mips
Das Mips-System (Multi-directional Protection System) ist eine Sicherheitstechnologie, die zunehmend in Fahrradhelmen, sowohl für Rennrad als auch MTB, verbreitet ist und sich unter anderem bei Modellen der Marken Bell/Giro, Met, Fox, POC, TLD oder Zero RH+ findet. Mips-Helme zeichnen sich durch eine Zwischenschicht zwischen dem Kopf und der Außenschale aus, deren Bewegung leicht unabhängig von dieser ist. Die schwedische Marke bietet heute mehrere Schutzsysteme an
Die Schale und die Innenverkleidung sind durch flexible Elastomerbefestigungen verbunden: Bei einem Aufprall gleitet die Schale auf der Mips-Schicht, um die Kraftübertragung auf den Schädelknochen zu begrenzen und das Risiko einer Gehirnerschütterung zu verringern. Mips-Helme sind besonders wirksam bei radialen Stößen und vor allem bei schrägen Stößen.
MIPS-C2
Das MIPS C2-Schutzsystem ist das am weitesten verbreitete auf dem Markt und findet sich in zahlreichen Helmen. Hier sind Schale und Innenverkleidung durch flexible Elastomerbefestigungen verbunden: Bei einem Aufprall gleitet die Schale auf der Mips-Schicht, um die Kraftübertragung auf den Schädelknochen zu begrenzen und das Risiko einer Gehirnerschütterung zu verringern.MIPS-A1
Das MIPS A1-Schutzsystem ist das leichteste der Marke und präsentiert sich in Form kleiner Pads. Es findet sich in der Regel in Rennrad- und Cross-Country-Helmen. Es befindet sich zwischen der Schale und den Schaumstoffpolstern, um den Komfort des Radfahrers nicht zu beeinträchtigen. Das MIPS A1 besteht aus zwei reibungsarmen Schichten, die aufeinander gleiten und so die Kraft linearer und rotationaler Aufpralle reduzieren.MIPS-E2
Das MIPS E2-Schutzsystem ist speziell für Integralhelme konzipiert. Hier wird der Kopf des Fahrers in eine Art „Haube" gesetzt, in deren Inneren sich zwei reibungsarme Schalen befinden, die durch flexible Elastomerbefestigungen verbunden sind. Bei einem Aufprall gleiten sie und begrenzen die Aufprallkraft für eine bessere Absorption.MIPS-F2
Das MIPS F2-Schutzsystem verwendet die klassische reibungsarme Schale. Diese ist dann durch Elastomerbefestigungen mit der Innenverkleidung verbunden, die sich zwischen der Außenschale und der EPS-Schale befinden. Bei einem Aufprall verformen sich die Befestigungen, damit die Schale auf der Mips-Schicht gleiten kann, um die Kraftübertragung zu begrenzen und so das Gehirn bestmöglich zu schützen.
Das MIPS Spherical-Schutzsystem ist das unauffälligste des schwedischen Herstellers. Um Schutz und Komfort zu gewährleisten, ist die Technologie zwischen zwei reibungsarmen EPS-Schaumschichten integriert, die durch Elastomerbefestigungen miteinander verbunden sind. Bei einem Sturz gleiten die EPS-Schäume aufeinander, um die Kraft des linearen und rotationalen Aufpralls zu reduzieren. Es ist derzeit nur in den Helmen Bell Super DH und Giro Aether erhältlich.
KOROYD
Koroyd ist ein neues Material, das im Vergleich zu internationalen Normen mehr Energie beim Aufprall absorbiert und gleichzeitig den Luftdurchfluss verbessert. Dieses revolutionäre Material besteht aus Tausenden extrudierter Copolymer-Röhren, die thermisch miteinander verschweißt sind, um einen beispiellosen und perfekt homogenen Hightech-Kern zu schaffen. Jeder Koroyd-Abschnitt ist nach genauen Härtungs-, Größen- und Dickeneigenschaften konzipiert, um den besten Aufprallwiderstand sowie eine angenehme Ästhetik zu bieten.
ODS
Das für die auf Motorrad-/Fahrradhelme spezialisierte Marke 6D eigene ODS-System (Omni-directional Suspension) hat das Ziel, die Übertragung der bei einem Aufprall entstehenden Kräfte und Energien zu begrenzen, um den Kopf des Fahrers vor möglichen Schäden zu schützen. Die Helmschale dieser Technologie besteht aus zwei Schichten aus expandiertem Polystyrol (EPS) – einem Material, das Stöße effektiv absorbiert – zwischen denen mehrere kleine Elastomer-Dämpfer integriert sind.
Diese kleinen Federelemente in charakteristischer Sanduhrenform bieten multidirektionale Flexibilität. Bei einem radialen Aufprall komprimieren sie die beiden EPS-Schichten, um deren Absorptionskapazität zu erhöhen. Bei schrägen Stößen dreht sich die mit der Außenschale verbundene äußere Schicht leicht auf der inneren Schicht, die in Kontakt mit dem Kopf ist, um die Aufprallkräfte bestmöglich zu verteilen.
Leatt turbine 360
Die im weltweit anerkannten Leatt Lab entwickelte Turbine-360°-Technologie findet sich in allen Helmen der Marke Leatt (und ausschließlich dort). Ziel ist es, nicht nur den linearen Aufprall bei einem Frontalaufprall zu reduzieren, sondern auch die Rotation bei einem Sturz mit hoher Geschwindigkeit.
POC SPIN
Die Marke POC hat sich in der Fahrradwelt durch ihre Helme einen Namen gemacht. Um die Wirksamkeit ihrer Produkte kontinuierlich zu verbessern, hat die schwedische Marke das Schutzsystem SPIN (Shearing Pads Inside) entwickelt, das darauf abzielt, die Auswirkungen von linearen und rotationalen Stößen zu reduzieren.
Die SPIN-Technologie präsentiert sich in Form von Pads. Diese Pads ersetzen die Schaumstoffpolster, die üblicherweise im Helm eingesetzt werden. Sie stehen in direktem Kontakt mit dem Kopf des Trägers für eine höhere Wirksamkeit ohne Einbußen beim Komfort. Bei einem Sturz wirken die Pads so, dass sie die Aufprallkräfte dissipieren, um das Gehirn bestmöglich zu schützen.