Mit der Entwicklung von Elektrofahrrädern entstehen neue spezifische Zubehörteile, die unverzichtbar sind oder es in Ihren Augen schnell werden: Akku, Ladegerät, Konsole, Reifen, Ketten, aber auch Fahrradträger, Beleuchtungen oder Pflegeprodukte. Aber wie kann man sicher sein, das richtige Produkt zu wählen? Probikeshop hilft Ihnen, Klarheit zu gewinnen.
Die verschiedenen Zubehörteile
- Elektronische Komponenten: Akkus, Ladegeräte und Konsolen;
- Mechanische Komponenten: Reifen, Ketten, Kurbeln und Kettenblätter;
- Sicherheit und Schutz: Beleuchtungen, Schlösser;
- Transport und Wartung: Fahrradträger, Pflegeprodukte.
Akkus, Ladegeräte und Konsolen
Ob Sie Ihr defektes oder verschlissenes Material erneuern möchten (ein Akku ist für etwa 1.000 Ladezyklen ausgelegt) oder um eine höhere Produktlinie anzustreben und mit einem leistungsstärkeren Akku und/oder einem zweiten Akku mehr Reichweite zu gewinnen: ein Akkuwechsel erfordert große Sorgfalt. Die am häufigsten verwendeten Akkus sind Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion). Ihr Gewicht, ihre Größe, ihre Kapazität, ihre Reichweite und ihr Managementsystem variieren von Hersteller zu Hersteller. Neben der absoluten Notwendigkeit, einen Akku derselben Marke wie der auf Ihrem Fahrrad vorhandenen zu nehmen, müssen zwei Punkte untersucht werden: der Einbauort und die Leistung des Akkus.
Was den Einbauort betrifft, unterscheidet man heute zwei Akku-Typen: externe und integrierte.
Externe Akkus sind heute noch bei den meisten in Umlauf befindlichen Elektrofahrrädern verbaut. Es gibt zwei Typen:
Bei E-MTBs und elektrischen Rennrädern ist der externe Akku stets am Unterrohr (auch Diagonalrohr genannt) des Rahmens befestigt. Die Wahl stellt hier also kein Problem dar.
Bei Stadtfahrrädern hingegen kann der Akku entweder am Unterrohr oder am Gepäckträger angebracht sein. Dieser zweite Akku hat nicht dieselbe Form. Er ist flacher und länger. Jeder Akku ist daher für einen bestimmten Einbauort konzipiert und kann nicht anderswo eingebaut werden.
Integrierte Akkus sind bei immer mehr Modellen vorhanden, da sie eine Optik ermöglichen, die einem Muskelkraft-Fahrrad nahekommt, und einen besseren Schutz vor Witterungseinflüssen bieten. Einige Marken, darunter Bosch, bieten verschiedene Modelle je nach den Anforderungen der Fahrradhersteller an. Wenn Ihr Fahrrad mit einem integrierten Akku ausgestattet ist, überprüfen Sie, ob dieser vertikal oder horizontal ausgeführt ist, bevor Sie einen anderen bestellen, da Sie keinen Akku eines anderen Typs einbauen können, da die Steckerverbindung umgekehrt ist.
Was die Leistung betrifft, ermöglicht eine Information den Vergleich von Akkus: ihre Kapazität, angegeben in Wattstunden (Wh). Je größer dieser Wert, desto mehr Kilometer können Sie mit einer Akkuladung zurücklegen. Akkus mit einer Kapazität zwischen 250 und 600 Wh sind die gebräuchlichsten. Wenn dieser Wert jedoch höher ist, bedeutet das, dass ein Akku derselben Marke schwerer wiegt. Die Akkukapazität ist in der Regel auf dem Akku angegeben oder im Modellnamen ausgedrückt. Dort finden Sie auch die Anzahl der Volt (V) und die Kapazität in Amperestunden (Ah). Das Produkt dieser beiden Werte ergibt die Kapazität in Wattstunden.
Anstelle eines zweiten Akkus oder als Ergänzung dazu kann es für Vielnutzer von Elektrofahrrädern sinnvoll sein, ein zusätzliches Ladegerät zu erwerben, um beispielsweise eines am Arbeitsplatz zu lassen.
Je nach Akkuleistung variiert die Zeit für eine vollständige Ladung zwischen 3 und 6 Stunden. Aber über die Akkuleistung hinaus variiert die Ladezeit auch je nach Kapazität des Ladegeräts selbst. Klassische Ladegeräte haben eine Leistung von 2 A. Die Hersteller haben jedoch Schnellladegeräte mit 4 A und sogar 6 A entwickelt, die die Ladezeit erheblich reduzieren.
Es ist zu beachten, dass diese Möglichkeit vor allem für E-MTBs und städtische Elektrofahrräder gilt. Bei Rennrädern haben sich die Hersteller oft für eine möglichst diskrete und leichte Lösung entschieden, wobei die Idee eher darin besteht, diese Steuerung durch einen klassischen Tacho/GPS zu ergänzen.
Reifen, Ketten, Kurbeln und Kettenblätter
Mit einem Elektrofahrrad können Sie daran denken, längere Strecken mit höherer Geschwindigkeit zurückzulegen. Das ist eine echte Revolution für Radfahrer, erzeugt aber auch einen schnelleren Verschleiß der Komponenten, die stärkeren Belastungen ausgesetzt sind als bei klassischen Fahrrädern. Um dauerhaften Fahrspaß zu gewährleisten, produzieren die Hersteller speziell für Elektrofahrräder konzipierte Teile: Sie tragen höhere Lasten und sind widerstandsfähiger. Dadurch ermöglichen sie Ihnen, Reparatur- und Wartungskosten zu sparen.
Es ist nicht zwingend erforderlich, Ihr Elektrofahrrad mit Spezialreifen auszustatten, außer bei Speedbikes (die bis zu 45 km/h fahren können), die mit spezifischen, nach „ECE-R75" zugelassenen Reifen ausgestattet sein müssen. Für gewöhnliche Pedelecs (bis zu 25 km/h) können Sie theoretisch jedes Reifenmodell verwenden. Wir empfehlen Ihnen jedoch, Reifen zu wählen, die speziell für Elektrofahrräder entwickelt wurden (oft mit „E-bike ready" gekennzeichnet), die optimale Straßenlage und eine wesentlich längere Lebensdauer bieten.
Ketten für Elektrofahrräder sind noch stärkeren Belastungen ausgesetzt als die von Muskelkraft-Fahrrädern, mit einem erhöhten Risiko für vorzeitigen Verschleiß und Bruch. Wir empfehlen Ihnen daher, eine Kette zu wählen, die speziell für den Einbau auf einem Elektrofahrrad entwickelt wurde. Diese Ketten werden aus verstärkten und widerstandsfähigeren Materialien hergestellt, die sie robuster machen. Sie gewährleisten weiche und präzise Schaltvorgänge und sind an ihrem Logo oder ihrer Bezeichnung leicht zu erkennen.
Kurbeln und Kettenblätter sind wesentliche Ersatzteile, deren Austausch einige Vorsichtsmaßnahmen erfordert. Viele Hersteller entwickeln ihre eigenen Kurbeln und Kettenblätter. Beim Kauf müssen Sie darauf achten, dass diese beiden Teile mit dem Motor Ihres Elektrofahrrads kompatibel sind. Bosch-Motoren haben beispielsweise relativ kleine Kettenblätter mit 14 bis 20 Zähnen, während Shimano-Motoren Kettenblätter zwischen 34 und 38 Zähnen verwenden. Kettenblätter für Elektrofahrräder müssen nicht ersetzt werden, können aber nach Ihrem Geschmack ausgetauscht werden. Schließlich wird Anhängern von anspruchsvollem MTB-Fahren empfohlen, ihre Kurbeln gegen kürzere Modelle auszutauschen, um auf technischem Gelände den Boden nicht zu berühren, da die Bodenfreiheit bei einem Elektromodell oft geringer ist.
Sicherheit und Schutz
Elektrofahrräder, insbesondere solche, die im städtischen Bereich oder auf Reisen verwendet werden, erfordern besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Sicherheit: Beleuchtung und Schutz vor Diebstahl.
Was dieBeleuchtungverfügen die meisten städtischen Elektrofahrräder über spezifische Pedelec-Leuchten. Diese beziehen ihre Energie aus dem Akku des Fahrrads, ohne dessen Reichweite zu beeinträchtigen. Neben einem kontinuierlichen Betrieb – d. h. auch im Stand – haben diese Leuchten den Vorteil, sich nicht nur an die Umgebungshelligkeit anzupassen, um sowohl tagsüber als auch nachts wirksam zu sein, sondern auch an die Geschwindigkeit des Radfahrers. Einige sind sogar mit den Bremshebeln verbunden, um einen Bremsvorgang anzuzeigen. In jedem Fall muss die Kompatibilität mit Ihrem Antriebssystem sichergestellt werden.Bei Elektrofahrrädern ist die Beleuchtung in der Regel vorne an der Gabel und hinten am Schutzblech oder dem Gepäckträger befestigt.
Was Schlösser betrifft, müssen Pedelecs wirksamer gegen Diebstahl geschützt werden, da sie begehrlicher sind als andere Fahrräder. Bevorzugen Sie daher Ketten mit dicken Gliedern (mehr als 10 mm Durchmesser) und robuste U-Schlösser (mit mehreren Verriegelungspunkten). Zögern Sie nicht, mehrere zu verwenden, um alle Elemente Ihres Fahrrads (Rahmen, Laufräder) zu sichern, und vergessen Sie nicht, nicht sicherbare Elemente zu entfernen (Bordcomputer). Überprüfen Sie, ob sie gut mit den Abmessungen Ihres Fahrrads kompatibel sind, insbesondere der Unterrohre, die aufgrund der Integration des Motors und/oder des Akkus oft von beträchtlicher Größe sind.
Transport und Wartung
Elektrofahrräder erfordern aufgrund ihres höheren Gewichts und der Vielzahl elektrischer Komponenten spezifisches Zubehör, sei es in Bezug auf Wartung oder Transport.
Mehrere Marken haben daher spezifische Pflegeproduktreihen für Elektrofahrräder entwickelt, mit Formulierungen, die die Elektronik nicht beschädigen und Ihr Elektrofahrrad schützen und gleichzeitig eine perfekte Reinigung und Politur gewährleisten.
Schließlich haben die Hersteller von Fahrradträgern spezielle Modelle für den Transport von Elektrofahrrädern entwickelt, die sowohl das hohe Gewicht dieser Fahrräder – oft zwischen 20 und 25 kg – als auch häufig einen größeren Platzbedarf, insbesondere bei MTBs mit manchmal hervorstehendem Unterrohr bei vollständig integriertem Akku, tragen können. Diese robusteren Fahrradträger verfügen in der Regel auch über eine Laderampe zur Erleichterung der Handhabung.
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