Kälte, Regen, Wind – die winterlichen Bedingungen können für die Körperenden, insbesondere die Füße, hart sein.
Die Hersteller haben daher spezifische Sortimente entwickelt, um in dieser Zeit weiterhin komfortabel fahren zu können. Und weil der Winter auch durch schlechte Lichtverhältnisse gekennzeichnet ist, bieten viele Modelle Reflexelemente, um die Sichtbarkeit des Radfahrers zu erhöhen.
DIE EIGENSCHAFTEN DER WINTERSCHUHE FÜR RENNRAD UND MTB
- Die Konstruktion: hoher Schaft, Wasserdichtigkeit, Dicke;
- Die Materialien: technische Membranen zum Schutz vor den Elementen, Carbon, Nylon;
- Das Verschlusssystem und die Passform: Klettverschluss, weite Passform;
- Die Überschuhe: Vorteile und Einsatzbedingungen.
ALLES VERSTEHEN ÜBER SCHUHE FÜR RENNRAD ODER MTB
Man könnte meinen, dass Fahrradschuhe relativ einfach konstruiert sind. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Konzentrat an Technologien, und die Schuhe haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, um mehr Komfort und bessere Leistungen zu gewährleisten.
DIE KONSTRUKTION DES SCHUHS
Indem die Konstruktion der Sommerschuhe übernommen und mehrere Elemente zum Schutz vor Kälte, Regen oder Schnee hinzugefügt werden, sind Winterschuhe, Rennrad oder MTB, meist an ihrem hohen Schaft erkennbar. Diese Form ermöglicht es, den sehr empfindlichen Knöchel – ebenso wie den Fuß – vor Kälte zu schützen.
Darüber hinaus ist die gesamte Konstruktion des Winterschuhs darauf ausgelegt, dass kein Eindringen möglich ist, weder an der Verbindungsstelle mit der Leggins oder der Hose noch an den Nähten oder den Cleats. Gerade dieser letzte Punkt unterscheidet Winterschuhe deutlich von Überschuhen, die nicht vollständig vor Wasserspritzern vom Boden schützen.
DIE MATERIALIEN
Im Winter ist die Umgebung nicht schonend mit dem Material: Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen, Schlamm, Salz... Die Ausrüstung leidet und verschleißt schnell.
Unter Berücksichtigung dieser Anforderungen werden Winterschuhe aus dicken, warmen und sehr robusten Materialien gefertigt, kombiniert mit Membranen der neuesten Generation, wie denen der berühmten Marke Gore-Tex, die den Vorteil haben, maximalen Schutz und optimale Atmungsaktivität zu vereinen. Der obere Teil des Schafts ist häufig mit einer Neoprenhülse ausgestattet, die das Knöchel perfekt umschließt, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
Das Ergebnis ist zwar ein deutlich höheres Gewicht als bei Sommermodellen, aber ein unvergleichlicher Komfort, auch nach mehreren Stunden.
Was die Sohlen betrifft, verwenden Wintermodelle am häufigsten Nylon, gegebenenfalls mit Carbon verstärkt, um eine höhere Robustheit zu erzielen. Die anspruchsvollsten Wettkämpfer werden jedoch einige Modelle mit Carbonsohle finden, um das gleiche Steifigkeitsniveau beim Treten das ganze Jahr über beizubehalten.
DAS VERSCHLUSSSYSTEM UND DIE PASSFORM
Wie bei den Sommermodellen sind alle Verschlussarten erhältlich (Schnürsenkel, Klettverschluss, Mikrometerschnalle, Drehknopf), je nach Preis, Nutzung und Anforderungen. Hier sind die Verschlüsse, und allen voran die Klettverschlüsse, darauf ausgelegt, mit dicken Handschuhen bedient zu werden.
Was die Passform betrifft, zeichnen sich diese Schuhe in der Regel durch eine weite Schnittform aus, die es ermöglicht, warme Socken oder sogar Wärmepads zu verwenden, ohne dass der Fuß zu eng sitzt, was Unbehagen und Verlust der Wärmeeffizienz bedeuten würde. Bei Gore-Tex-Schuhen wird jedoch empfohlen, relativ dünne Socken zu tragen, die die Feuchtigkeitsabgabe fördern, da die Wärme durch die Schuhe bereitgestellt wird. Zu dicke Socken – die im Winter wie die natürliche Wahl erscheinen würden – würden im Gegenteil Schweiß aufsaugen und so ein unangenehmes Feuchtigkeitsgefühl erzeugen.
DIE ÜBERSCHUHE
Auch wenn Winterschuhe die ideale Lösung sind, um die gesamte kalte Saison entspannt zu fahren, macht ihr relativ hoher Preis sie zu einer Lösung, die dem begeisterten Radfahrer vorbehalten ist.
Wenn Sie im Winter nur gelegentlich fahren, leisten Überschuhe bereits gute Dienste bei Ausfahrten bei schlechtem Wetter. Sehr erschwinglich, können sie je nach Bedarf während der Ausfahrt wieder abgenommen werden!
WELCHE SCHUHE FÜR MEINE DISZIPLIN?
Steifigkeit, Gewicht, Belüftung, Materialbeständigkeit, Sohlentyp oder Verschlussart gehören zu den zu prüfenden Kriterien.
Wandern
Ein Modell mit einer Gummilaufsohle, das auf den Pedalen genauso komfortabel und griffig ist wie zu Fuß, ermöglicht es, schwierige Situationen durch Absteigen vom Fahrrad zu meistern. Schuhe, die gleichzeitig wasserdicht und warm sind, meist mit hohem Schaft, erlauben entspannte Sonntagsausfahrten und bieten ein gutes Gleichgewicht zwischen Treteffizienz und Komfort.
Cross-Country
Hier können wir ein Modell wählen, das trotz des Mehrgewichts durch die hohe und wasserdichte Konstruktion leistungsstark bleibt. Carboverstärkte oder manchmal sogar 100 % Carbon-Sohlen ermöglichen es, auch im Winter ein rigoroses Training fortzusetzen.
All-Mountain
Hier sollte man ein gut wärmendes Modell für eventuelle Ausfahrten in der Höhe wählen. Die wasserdichte Membran und der hohe Schaft sind eine große Hilfe, wenn man auf Schnee trifft! Auch hier ist eine gut bestollte Sohle unverzichtbar, ebenso wie Verstärkungen rund um den Schuh, um Abrieb beim Gehen zu widerstehen. Ein Schuh mit einer atmungsaktiven Membran ermöglicht es außerdem, Schweiß effizient abzuleiten und die Füße den ganzen Tag über trocken zu halten.
Enduro
Winterschuhe, die sehr umhüllend, dicker und schwerer als ihre Sommer-Pendants sind, können das Fahrgefühl verringern. Aber vergessen wir nicht, dass ein gefrorener Fuß überhaupt kein Gefühl mehr hat! Verstärkte und hohe Schuhe bieten Schutz vor den Elementen und Stößen. Die Füße bleiben in allen Situationen trocken.
DH / Freeride
Diese Disziplinen werden im Winter nicht am häufigsten praktiziert. Aber für begeisterte Fahrer, die sich von der Kälte nicht aufhalten lassen, bedeuten hohe Geschwindigkeiten oder die Zeit, die man damit verbringt, auf den Shuttle zu warten oder zu shapen, dass die Füße sehr schnell kalt werden. Ein gut wärmendes Modell, das ein Paar dicke Socken aufnehmen kann, ist ideal.
Rennrad
Die Hersteller bieten leistungsstarke Wintermodelle an und verwenden manchmal Carbon, um die Sohlen zu versteifen. Wettkämpfer finden so ein Maximum an Gefühl und Effizienz. Einige Winterschuhe setzen mehr auf Wärmehaltung als auf Wasserdichtigkeit und sind erschwinglicher. Andere Modelle bieten beide Eigenschaften. Je nach Region, in der man fährt, sollten diese Kriterien genau geprüft werden. Im Winter kann die Sichtbarkeit auf den Straßen eingeschränkt sein: Reflektionsstreifen oder sogar Neonfarben ermöglichen es, sich effektiv bemerkbar zu machen.
Gravel und Cyclocross
In diesen beiden Disziplinen ist es wichtig, vom Fahrrad absteigen und Hindernisse oder stark beschädigte Passagen zu Fuß überwinden zu können. Sohlen mit Stollen sind zu bevorzugen.
Im Cyclocross, bei einem sehr hochintensiven Einsatz, ist eine gute Atmungsaktivität unerlässlich. Für eine ganztägige Winterausfahrt am Lenker eines Gravelbikes gibt es nichts Besseres als Materialien, die die Wärme auch im Stillstand bewahren!
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