Wie man ein Lastenfahrrad auswählt

Das Lastenfahrrad ist das Nutzfahrrad par excellence, das man nur in der Stadt antrifft! Es kann verschiedene Formen annehmen – Biporteur, Triporteur, Longtail – hat aber immer dieselbe Aufgabe: eine sehr hohe Ladekapazität zu bieten, um die Bedürfnisse der anspruchsvollsten Stadtradler zu erfüllen. Mehrere Kinder transportieren, schwere Lasten befördern, Lieferungen per Rad durchführen… Das Lastenfahrrad kann in vielen Situationen nützlich sein.

EIN LASTENFAHRRAD – WOZU?

Das Lastenfahrrad, wie auch der Bi- oder Triporteur, kann im Alltag für Fachleute, Handwerker, Lieferanten und andere nützlich sein, die sich in der Stadt bewegen. Das Lastenfahrrad ermöglicht es ihnen, über vernünftige Distanzen schneller als mit dem Auto voranzukommen und ihr Arbeitsmaterial oder Pakete problemlos zu transportieren.

Darüber hinaus kann das Lastenfahrrad von allen genutzt werden – von einem Elternteil zum Transport der Kinder, von jedermann für Einkäufe oder den Transport eines sperrigen Pakets…

Wenn klassische Lastenfahrräder für Fahrten über kurze Strecken ausreichen können, sollten Sie wissen, dass es Lastenfahrräder mit elektrischer Unterstützung gibt, die in vielen Fällen ein Auto ersetzen können!

DIE VERSCHIEDENEN TYPEN VON LASTENFAHRRÄDERN

Unter dem Begriff Lastenfahrrad versteht man drei Haupttypen von Fahrrädern: Biporteure, Triporteure und Longtails.

Die Lastenräder mit Frontbox (Biporteure)

Biporteure sind zweirädrige Lastenfahrräder mit einer Ladekiste zwischen Lenker und Vorderrad, die den sicheren Transport mehrerer Kinder oder umfangreicher Einkäufe ermöglicht.

Man sollte bedenken, dass dieser Fahrradtyp etwa dreißig Kilogramm wiegt, was seine Manövrierfähigkeit im Stand schwieriger macht als bei einem klassischen Fahrrad. So breit wie ein klassisches Fahrrad ist er weniger sperrig als ein Triporteur. Mit seiner bequemen Position und seinem tiefen Schwerpunkt bietet er ein angenehmes Fahrgefühl und bleibt im Betrieb sehr stabil, auch wenn der Wendekreis größer sein kann als bei einem klassischen Fahrrad.

Die Dreiradlastenräder (Triporteure)

Triporteure sind dreirädrige Lastenfahrräder mit einer Ladekiste zwischen den beiden Vorderrädern. Sie bieten eine noch höhere Ladekapazität als Biporteure und können bis zu vier Kinder aufnehmen!

Es gibt eine Variante des klassischen Triporteurs: die Pendelmodelle, deren Vorderräder sich in Kurven neigen.

Das Gewicht eines Triporteurs beträgt etwa vierzig Kilogramm; er ist breiter als ein Biporteur, daher sperriger und schwieriger zu lagern. Er bietet eine bequeme Fahrposition und hat einen abgesenkten Schwerpunkt, der ihm eine gute Stabilität im Betrieb ermöglicht. Da das Fahrverhalten mit den beiden Vorderrädern besonders ist, müssen Kurven mit gemäßigter Geschwindigkeit genommen werden.

Die Longtails

Longtails ähneln am stärksten traditionellen Fahrrädern: Ihr Vorderrahmendreieck ist identisch, aber ihre hintere Struktur integriert einen langen Gepäckträger, der den Transport umfangreicher Einkäufe (mit großvolumigen Satteltaschen) oder zweier Kinder (mit geeigneten Sitzen oder Haltestangen) ermöglicht. Die Position ist bequem, aber der wahre Vorteil der Longtails ist das Fahrverhalten, das dem traditioneller Fahrräder vergleichbar ist.

WELCHE AUSWAHLKRITERIEN?

Die Ladekapazität

Die Ladekapazität ist ein wesentliches Kriterium für die richtige Wahl des Lastenfahrrads! Je nach Ihren Bedürfnissen werden Sie sich für einen Triporteur entscheiden, um maximalen Stauraum zu erhalten: Dank seiner geräumigen Kiste kann er bis zu 4 Kinder, mehrere Kinder mit etwas Einkauf, umfangreiche Einkäufe oder große Pakete aufnehmen. Der Biporteur bietet in geringerem Maße dieselben Lademöglichkeiten, mit 2 oder 3 Kindern, etwas Einkauf und Paketen. Auch wenn er nicht dieselben Möglichkeiten bietet, kann das Longtail immer noch zwei Kinder auf der Rückseite befördern.

Bei einem Biporteur oder Triporteur hat das Elternteil den Vorteil, seine Kinder stets im Blick behalten zu können, da es sie in ihrer Kiste vorne sicherer sieht als hinten auf einem Longtail. Die Kisten der Bi- oder Triporteure können auch mit Zubehör ausgestattet werden, das den Komfort der kleinen Passagiere erhöht: bequeme Bänke, gesicherte Sitze, Regenschutz…

Ebenso sind Longtails mit Zubehör ausgestattet, das den Komfort der hinten sitzenden Kinder gewährleistet: Sitze für die Kleinsten und für die Größeren gepolsterte Kissen, Haltestangen, Fußstützen…

Die Lagermöglichkeiten

Sperrigkeit und Manövrierfähigkeit im Stand sind wichtige Kriterien für Ihre Wahl zwischen einem Biporteur, einem Triporteur oder einem Longtail.

Mit zwei Vorderrädern und einer großen Kiste ist der Triporteur der schwerste und breiteste der drei, was die Lagermöglichkeiten, insbesondere im Innenbereich, einschränkt. Der Biporteur ist eine Zwischenlösung, die dennoch eine leicht zugängliche Garage zur Aufbewahrung erfordert. Das Longtail hat in etwa die gleichen Abmessungen wie ein klassisches Fahrrad mit einem leicht verlängerten Radstand, was die Lagerung und Handhabung im Stand erleichtert.

Die Handlichkeit

Weniger wendig im Stadtverkehr als andere Lastenräder ist das Dreiradlastenrad (Triporteur) auch dasjenige, das beim Fahren die meiste Vorsicht erfordert, insbesondere in Kurven. Es ist sehr gut geeignet für den Einsatz auf ausgebauten Radwegen.

Bei einem Biporteur finden Sie ein Fahrverhalten, das dem eines klassischen Fahrrads recht ähnlich ist, obwohl eine kurze Eingewöhnungszeit erforderlich ist. So breit wie ein klassisches Fahrrad, kann er sich in der Stadt besser als ein Triporteur durchschlängeln.

Das Longtail bleibt das wendigste der drei und sein Fahrverhalten unterscheidet sich nicht von dem eines klassischen Fahrrads.